Archiv der Kategorie: Teil 2 Antiretrovirale Therapie (ART)
Historie
- von Christian Hoffmann – Wohl kaum ein Gebiet der Medizin hat eine ähnlich stürmische Entwicklung erlebt wie die antiretrovirale Therapie. Allerdings ist auch kaum ein Gebiet derart schnellen Moden und kurzlebigen Trends unterworfen. Wer die letzten 25 Jahre verfolgt hat, … Weiterlesen
Eingeordnet unter ART 2011/ 2012, Teil 2 Antiretrovirale Therapie (ART)
Substanzklassen, Medikamentenübersicht
- von Christian Hoffmann – Vorbemerkungen Derzeit (März 2011) sind 28 Einzel- oder Kombinationspräparate für die Behandlung der HIV-Infektion zugelassen. Diese Präparate stammen aus insgesamt fünf verschiedenen Wirkstoffklassen: 1. Nukleosidische bzw. Nukleotidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs) 2. Nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs) 3. Protease-Inhibitoren … Weiterlesen
Therapieziele
- Christian Hoffmann – Mit den derzeitig verfügbaren antiretroviralen Therapien lässt sich das theoretisch wichtigste Therapieziel, nämlich die Heilung der HIV-Infektion, bislang nicht erreichen. Diese Realität akzeptieren heisst somit weiterhin, dass eine ART lebenslang einzunehmen ist. Lebenslang bedeutet heute in … Weiterlesen
Eingeordnet unter ART 2011/ 2012, Teil 2 Antiretrovirale Therapie (ART), Therapieziele
Wann mit ART anfangen?
- Christian Hoffmann – “It’s the most important question in HIV therapy” (A. Fauci) Die Indikation für die antiretrovirale Therapie steht auf drei Säulen: Klinik, CD4-Zellen und Viruslast. Sie sind die wichtigsten Entscheidungshilfen bei der Frage, ob eine ART begonnen werden … Weiterlesen
Mit welcher ART anfangen
- Christian Hoffmann – Ist erst einmal die Entscheidung getroffen, dass eine ART notwendig ist, folgt die nächste Frage: Womit anfangen? Angesichts der mehr als zwei Dutzend Medikamente erscheint die Zahl theoretisch möglicher Kombinationen auf den ersten Blick unüberschaubar. Nach … Weiterlesen
Wann eine ART umstellen?
- Christian Hoffmann – Antiretrovirale Therapien müssen häufig modifiziert werden. Zwar ist die Zahl der Umstellungen und Abbrüche in den letzten Jahren gesunken, doch ist sie immer noch relevant. In Euro-SIDA waren von fast 1.200 Patienten mit ART-Beginn nach 1999 … Weiterlesen
Womit eine ART umstellen?
- Christian Hoffmann – Eine Umstellung aufgrund von Nebenwirkungen bei einer ansonsten effizienten Therapie ist meist recht einfach. Das verdächtige Medikament wird durch ein anderes aus der gleichen Klasse ersetzt. Schwieriger wird es, wenn auch die Ersatzmedikamente aufgrund potentieller Toxizitäten … Weiterlesen
Salvage-Therapie
- Christian Hoffmann – Der Begriff der Salvage-Therapie (Salvage = Rettung) ist nicht definiert. Er wird – wie in der Onkologie – auch in der HIV-Medizin unterschiedlich verwendet. Während manche Behandler erst von Salvage sprechen, wenn alle Substanzklassen fehlgeschlagen sind, gilt … Weiterlesen
Wann die ART unterbrechen?
Eine aktuelle Übersicht zu Therapiepausen – Christian Hoffmann – Viele Therapiepausen werden gemacht, ohne dass es der Behandler erfährt. In der CASCADE-Kohorte (8,300 Patienten in Europa) betrug die Wahrscheinlichkeit einer mehrwöchigen Therapiepause zuletzt etwa 16 % nach zwei Jahren (Touloumi … Weiterlesen
Monitoring der ART
- Christian Hoffmann, Christian Noah – Welche Laborparameter sollten routinemäßig kontrolliert werden? Welche Werte sind dabei zu erwarten? Im Folgenden werden Viruslast, CD4-Zellen, Routinechecks und Plasmaspiegel kurz besprochen. Zu Resistenz- und Tropismustests siehe das Kapitel Resistenzen. Zur Erstvorstellung, bei der … Weiterlesen
Prävention, Compliance, Kosten
- Christian Hoffmann – Im Folgenden werden einige Aspekte der antiretroviralen Therapie diskutiert, die in den bisherigen Kapiteln nur am Rande zur Sprache gekommen sind. Prävention Rund 30 Jahre nach der Erstbeschreibung von AIDS liegt eine prophylaktische Impfung in weiter … Weiterlesen
Management von Nebenwirkungen
- Christiane Schieferstein-Knauer und Thomas Buhk – Nebenwirkungen von Medikamenten – auch unerwünschte Medikamentenwirkungen genannt – können die Behandlung der HIV-Infektion erheblich erschweren. Im subjektiven Empfinden der Patienten können sie zu Hauptwirkungen werden: Adhärenzprobleme, Therapiewechsel oder -abbrüche können dann die … Weiterlesen
Das Lipodystrophie-Syndrom
- Georg M. N. Behrens, Reinhold E. Schmidt – Einleitung Das Lipodystrophie-Syndrom ist eine mögliche Nebenwirkung der antiretroviralen Therapie, das sich jedoch heute – unter den gebräuchlichen Therapiekombinationen fortschrittlicher Gesundheitssysteme – deutlich seltener findet. Es beinhaltet klinische und metabolische Veränderungen. … Weiterlesen
Resistenzen und Tropismus
- Eva Wolf und Patrick Braun – Das virologische Ziel antiretroviralen Therapien ist die Reduktion der Viruslast bis unter die Nachweisgrenze von 20-50 Kopien/ml (DAIG 2010). Virale Blips unter suppressiver ART werden häufig beobachtet und können biologische bzw. statistische … Weiterlesen
Mitochondriale Toxizität
- Nils Venhoff, Ulrich A. Walker – Einleitung Zwei Jahre nach Einführung der Proteaseinhibitoren wurden bei HIV-Patienten verschiedene Veränderungen des Körperstoffwechsels beobachtet. Sie wurden zunächst unter dem Sammelbegriff „Lipodystrophie“ zusammengefasst (Carr 1998). Inzwischen wird das Lipodystrophie-Syndrom als eine Überlappung von … Weiterlesen
